Das Altenberger Stadtwappen
Die Stadt Altenberg führt nachweislich seit mindestens 1544 in ihren Siegeln ein richtiges Wappen. In die Gestaltung der Stadtwappen wurden typische Stadtsymbole oder Stadtbefestigungen (wie Burgen und markante Türme), landesherrliche Symbole oder Embleme, Ortsheilige oder auch besonders wichtige Gewerbe eingearbeitet. Altenberg besitzt ein besonders reich ausgestattetes Wappen. Das Wappenschild ist halbgespalten und geteilt und besteht damit aus drei Wappenfeldern. Sie zeigen die Darstellung des Heiligen Nikolaus, eines aufrecht stehenden Löwen und eines vor Ort arbeitenden Bergmanns. Die älteste Beschreibung des Wappens ist in der Chronik der Bergstadt Altenberg von Christoph Meißner aus dem Jahre 1747 zu finden. Eine amtliche Bestätigung des Wappens liegt jedoch erstmals seit der behördlichen Genehmigung vom 01.Dezember 1994 durch das Landratsamt Dippoldiswalde vor.

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Darstellung des Ortsheiligen
Hier steht der heilige Nikolaus im goldenen bischöflichen Gewand auf rotem Untergrund; in den Händen hält er einen Bischofsstab und drei goldene Kugeln. Der heilige Nikolaus, gestorben um 350, war Bischof von Myra in Kleinasien. Seit dem Mittelalter zählt er zu den populärsten Heiligen. Sein Gedenktag wird bis heute mit großer Anteilnahme am 6. Dezember, dem Nikolaustag, gefeiert. Der Hl. Nikolaus war der Patron der Altenberger Stadtkirche und damit gleichzeitig der Schutzheilige der Stadt. Zu seinen Attributen, an denen man den betreffenden Heiligen erkennen kann, gehören drei goldene Kugeln bzw. Goldklumpen. Der Legende nach warf er diese Goldklumpen den drei Töchtern eines verarmten Edelmannes durch das Fenster zu. Diese unerwartete Gabe brachte die mittellosen Mädchen in den Besitz einer Mitgift und konnte sie so vor dem Verkauf in das Freudenhaus retten.

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Symbol, das über den Grundeigentümer Auskunft gibt
Hier steht ein halb silber, halb rot geteilter Löwe mit doppeltem Schweif auf blauem Grund. Obwohl Altenberg bereits 1491 in den Besitz der sächsischen Landesherren kam, weicht die Gestaltung des Löwen vom bekannten meißnischen Löwen ab. Sie lehnt sich sicher an den doppelschwänzigen böhmischen Löwen an. So besitzt die Gestaltung des Altenberger Wappens insgesamt auffällige Ähnlichkeit mit dem Wappen der Bergstadt Graupen (heute Krupka/ Tschechien), die maßgeblich an der Erschließung des Altenberger Bergbaus beteiligt war. Die eigenwillige Farbgebung ist bisher allerdings ungeklärt, aber in den historischen Quellen eindeutig so beschrieben.

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Die Stadt charakterisierender, wichtiger Erwerbszweig:
Hier kniet ein "vor Ort" arbeitender, schwarz gekleideter Bergmann auf goldenem Grund vor einem schwarzen Felsen, das Gestein mit Schlägel und Eisen bearbeitend. Dieses Feld gibt den Hinweis auf den Zinnerzbergbau, dem die Gründung des Ortes zu verdanken ist und der die Haupterwerbsquelle für die Einwohnerschaft bildete.
© by Christina Schröder