Schaustollen des Bergbaumuseums Altenberg

In unmittelbarer Nähe der historischen Zinnwäsche, dem Hauptgebäude des Museums, liegt der Zugang zum "Neubeschert-Glück-Stollen".

Die Auffahrung des Stollens wurde ursprünglich im Jahre 1802 begonnen zur Erkundung eines tieferen Niveaus der Zinnerzgruben im Bergbaugebiet am "Neufang" östlich der Altenberger Pinge.
1849 wurde der Bergbau im "Neubeschert-Glück-Stollen" eingestellt.
Heute kann der fast waagerecht in den Berg hineinführende Grubenbau über eine Länge von 200 Metern als Schaustollen besichtigt werden.

An original nachgestalteten Arbeitsorten wird die Förderung des Zinnerzes und die Entwicklung der Bergbautechnik aus dem Zeitraum von mehr als fünf Jahrhunderten bis zur Schließung der Altenberger Zinnerzgrube im März 1991 erklärt.
So kann man den Weitungsbau mit der Methode des Feuersetzens besichtigen, erfährt Spannendes über den langjährigen Abbau der Bruchmassen aus der Pinge und lernt schließlich auch das modernste Verfahren, den Teilsohlenbruchbau, kennen. Verschiedene bergmännische Ausbaumethoden, Werkzeuge und Gewinnungsmaschinen zeigen die technische Entwicklung des Erzabbaus. Originale Abbauspuren und Lachtertafeln sind als Zeugnisse des Stollenvortriebs aus dem 19. Jahrhundert erhalten.
Wissen Sie, was die Altenberger Bergleute als "Zwitter" bezeichnet haben, was bergmännisch ein "Mundloch" ist oder was man unter "Gezähe" versteht? Nein? - Dann schließen Sie sich doch einer Führung an und fahren Sie mit uns ein in den "Neubeschert-Glück-Stollen"!
© by Christina Schröder