Pingenbesichtigung - Bergbaulehrpfad
Unübersehbar grenzt die Pinge dicht an das Altenberger Stadtgebiet.
Mit ihren gewaltigen Abmaßen von etwa 400 m Durchmesser und 150 m Tiefe zählt sie zu den eindrucksvollsten Bergbaudenkmalen der Region. Bei einer geführten Bergbauwanderung ist von einem öffentlich nicht zugänglichen Aussichtspodest direkt am Pingenrand ein überwältigender Blick in die Tiefe der Pinge möglich.
Das Zinnerz wurde nach dem Fündigwerden der Lagerstätte um 1440 bis 1545 fast ausschließlich mit der Methode des Feuersetzens in Weitungsbauen gewonnen.

Diese höhlenartigen Abbauräume waren in der Lagerstätte ganz unregelmäßig angelegt und häuften sich besonders in den Bereichen mit den höchsten Zinngehalten.
Ab 1545 kam es aufgrund mangelnder Standsicherheit immer wieder zum Zusammenbrechen von einzelnen Weitungen. Im Jahre 1620 zerstörte der größte und schwerste Bruch große Teile des Altenberger Bergwerks. Dabei entstand an der Tagesoberfläche ein großer Einbruchtrichter, den man bergmännisch als Pinge bezeichnet.

Durch den weiteren Erzabbau unter Tage und die Nachsprengung der Pingenrandbereiche vergrößerte sich die Pinge auf ihre heutigen Dimensionen.
Auf dem Bergbaulehrpfad rund um die Pinge lernt man bemerkenswerte Denkmale der Bergbaugeschichte Altenbergs kennen,
wie das alte Pulverhaus von 1793, Schachthäuser des 20. Jahrhunderts oder den Markscheidestein mit seiner ganz besonderen Entstehungsgeschichte.
Sie möchten gern in die Pinge hineinsteigen? Nach der Führung wissen Sie, warum wir mit Ihnen bis an den "äußersten Rand" gehen.
© by Christina Schröder