Aschergraben
Der Aschergraben gehört zu den technischen Meisterleistungen aus der Frühzeit des Altenberger Bergbaus. Vermutlich schon 1452 bis 1458 angelegt, führte er über 500 Jahre lang Aufschlagwasser für die Wasserräder sowie Betriebswasser für die Aufbereitungsanlagen nach Altenberg. Er ist die älteste Wasseranlage des Altenberger Zinnbergbaus.
zurück


1464 erwarb der aus Graupen (Krupka/ CZ) kommende Hans Müntzer die Herrschaft Lauenstein und verkaufte im selben Jahr den Aschergraben an die Altenberger Zinngewerken.

Seinen Anfang nimmt der Graben in den Grenzwäldern um das "Tote Kind" oberhalb von Böhmisch-Zinnwald (Cínovec/ CZ - siehe Nr.68).
Über eine Länge von 7,4 km und bei einem Gefälle von 0,3 bis 0,6 % bringt der Graben, kunstvoll um die Anhöhe der "Scharspitze" herum angelegt, Wasser nach Altenberg und mündet hier in den Tiefenbach. Seinen Namen verdankt der Graben wahrscheinlich der längst vergangenen Innung der Ascher. Diese brannten in den Wäldern Pottasche, aus der vor der Erfindung der Seife Waschlauge hergestellt wurde.
Die Sage dagegen berichtet, daß der Graben das Werk eines zum Tode Verurteilten sei. Er konnte sein Leben dadurch retten, daß ihm die schwierige Aufgabe gelang, dem Altenberger Bergbau Wasser über drei Berge zuzuführen.