Arno-Lippmann-Schacht
Das Fördergerüst gehört neben der gewaltigen Pinge zu den markantesten Wahrzeichen des Altenberger Bergbaus.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den fünfziger Jahren des 20. Jh. erforderte eine bedeutende Steigerung der Zinnerzproduktion.
Die Leistungsfähigkeit des alten Römerschachtes und seine Nähe zur Pinge genügten nicht mehr den neuen Anforderungen.

Im Jahre 1952 begannen die ersten Teufarbeiten für einen Zentralschacht, der ursprünglich Altenberger und Zinnwalder Erz gemeinsam fördern sollte.

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In reduzierter Form wurde der neue Zentralschacht 1963 ausschließlich für die Altenberger Grube in Betrieb genommen. 1966 erhielt er seinen Namen nach dem Zinnwalder Antifaschisten Arno Lippmann.
Der Schacht diente drei Jahrzehnte lang der Erzförderung und der Mannschaftsfahrung. Gegen Ende der achtziger Jahre wurden jährlich über den Schacht mehr als eine Million Tonnen Roherz aus der Grube nach Übertage gebracht. Mit der Förderung des "Letzten Huntes" ging hier am 28. März 1991 der reichlich 550 Jahre währende Zinnerzabbau von Altenberg zu Ende. 1993 wurde der 297 m tiefe Schacht im oberen Bereich verfüllt und mit einer Betonplombe verschlossen.

Das Gebäude des Arno-Lippmann-Schachtes ist einschließlich seines Fördergerüstes ein wertvolles Denkmal der Industriegeschichte und -architektur der fünfziger Jahre des 20. Jh. Der Gebäudekomplex wird heute nach Abschluß einer umfangreichen Gebäudesanierung gewerblich und touristisch genutzt.